Rabatt

Ein Rabatt (von ital.: ''rabbattere'' = abschlagen, abziehen) ist ein Nachlass vom Listen-Preis einer Ware oder Dienstleistung oder von dem Preis, den der Unternehmer in sonstiger Weise allgemein ankündigt oder fordert (Netto-Verkaufspreis) oder ein Sonderpreis, der wegen der Zugehörigkeit zu bestimmten Verbraucherkreisen, Berufen, Vereinen oder Gesellschaften eingeräumt wird. Rabatte werden als Kaufanreize in der Preispolitik eingesetzt. Die Berechnung erfolgt bei der Preiskalkulation. Rabatte werden meist in Prozent vom Listenpreis, dem Rabattsatz, angegeben. Eine dem Geldrabatt ähnliche Wirkung entfaltet das Anbieten, Ankündigen oder Gewähren von Zugaben. Zugaben sind Rabatte in Güterform. Keine Rabatte sind Preissenkungen oder Warenrückvergütungen.
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Rabatte (Uniform)

Rabatten sind nach außen umgeklappte, meist abzeichenfarbige Brustaufschläge des Uniformrocks. Sie kamen zu Beginn des 18. Jahrhunderts auf, wurden zum festen Uniformbestandteil und verschwanden im frühen 19. Jahrhundert fast völlig. Lediglich bei einigen Paradeuniformen (zum Beispiel den historisierend an die Kaisergarde seines Onkels anknüpfenden Gardisten von Napoléon III.) und in der Sonderform des Plastrons überlebte dieses Uniformteil. Bei den Ulanen der Armee des Deutschen Kaiserreiches wurde das anderweitig Plastron benannte Uniformteil als Paraderabatte oder auch nur als Rabatte bezeichnet.
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Rabattmarke

Die Rabattmarke gehört zu den frühesten Erscheinungsformen von Kundenbindungsmaßnahmen. Der Kunde erhält bei diesem System für jeden getätigten Einkauf eine Wertmarke über einen definierten prozentualen Anteil des Kaufpreises vom Händler. Nachdem der Kunde eine vorgegebene Rabattmarken-Anzahl oder einen vorgegebenen Rabattmarken-Wert nachweisen kann, erhält er eine Rückzahlung des ausgewiesenen Rabattmarken-Wertes. Die Rabattmarken sind meist selbstklebende, briefmarkenähnliche Papiermarken, die in ein Formular oder Sammelheft eingeklebt werden müssen. Für die Ausgabe des Sammelheftes verlangt der Händler mitunter eine Gebühr vom Kunden. Der Händler erreicht durch das Rabattmarkensystem eine stärkere Bindung der Laufkundschaft, da der Kunde wiederholt bei ihm einkaufen muss, bis er Anspruch auf die Rückzahlung erhält. Der Händler erzielt dadurch einen Umsatzvorteil gegenüber Mitbewerbern. In der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin waren Rabattmarken in Lebensmittel- und ...
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